Stefan Esser
Der Komponist Stefan Esser wurde am 25.4.1966 in Leverkusen geboren.
Nach dem Abitur 1985 und dem Zivildienst begann er 1988 das Studium der Fächer Sonderpädagogik und Musik an der Universität Köln. Im Rahmen dieses Studiums erhielt er u.a. Abschlüsse in Chor- und Orchesterleitung sowie in den künstlerischen Fächern Klavier und Gesang.
Seit 1985 ist Stefan Esser als Pianist und Komponist in Erscheinung getreten. Einige Jahre lang war er Klavierpartner des Cellisten Michael Schlechtriem und unternahm u.a. gemeinsam mit ihm 2 Konzertreisen nach Spanien (1986 und 1987).
Die meisten Werke des Komponisten sind in Leverkusen und Umgebung, aber auch im Ausland zur Aufführung gelangt, mehrere Kompositionen sind im Druck erschienen.
Stefan Essers Kompositionsstil zeichnet sich aus durch den Rückgriff auf tradierte Formstrukturen, die ausführliche Verarbeitung von Themen, die sich z. T. aus kleinen "Kernmotiven" entwickeln, den Einsatz kontrapunktischer Techniken und die Verwendung freitonaler Harmonik.
Die größten Werke sind die sinfonischen Impressionen Sarnia für Orchester, das Concertino für Alt-Saxophon und Orchester sowie die großangelegte Sonate für Violoncello und Klavier, die 2009 beim Label Genuin von Michael Schlechtriem und Noriko Kitano auf CD eingespielt wurde.
Außerdem arbeitet Stefan Esser für das Junge Theater Leverkusen, für das er mehrere Bühnenmusiken komponierte. Seine Musik zu Leonce und Lena erklang u.a. im Rahmen der Bregenzer Festspiele 1999. Als Vorstandsmitglied ist er aktuell für künstlerische Fragen zuständig.
Großen Erfolg hatte im Jahre 2002 sein Kindersingspiel "Felix", das als Auftragskomposition der Leverkusener Bayer-Kulturabteilung entstand.
Seit einigen Jahren arbeitet Stefan Esser eng mit dem Duo "Pianoworte" zusammen, welches im November 2004 die Komposition Wo die wilden Kerle wohnen, eine Erzählung für Klein und Groß mit Klavierbegleitung zur Uraufführung brachte. 2005 vertonte Stefan Esser auf Wunsch des Duos H.C. Andersens Des Kaisers neue Kleider sowie 2006 Tiergeschichten nach Wilhelm Busch und 2009 2 Schildbürgerstreiche gefolgt von 2 Vertonungen von Geschichten von Christine Nöstlinger (Ein neues Gesetz, Henri traurig) 2016 sowie Der Turm aus Kornspeichern (Text: Paul Maar) 2019 - jeweils für CD-Produktionen.
2013 erzielte seine musikalische Stadtreise "Mein Leverkusen" einen großen Erfolg bei Publikum und Presse. 2016 erfolgte eine CD-Einspielung in Kooperation mit der Musikschule der Stadt Leverkusen.
Im Oktober 2013 wurde Stefan Esser mit dem Kurt-Lorenz-Preis der Stadt Leverkusen ausgezeichnet.
Mit seiner Klavierkomposition "Irini - Ein Friedensgebet" war er im Finale des Diabelli-Contest 2014/15 vertreten. 2018 stand er wiederum im Finale der besten 10 des Wettbewerbs (neuer Name: Carl-Orff-Competition) mit seiner Rilke-Vertonung "Orpheus-Euridike-Hermes".
Stefan Esser ist Bearbeiter von 2 Chor-Orchesterwerken des Österreichers Joseph Marx, die 2009 beim Label Chandos auf CD erschienen und Vizepräsident der 2006 in Wien gegründeten Joseph-Marx-Gesellschaft.
Im Hauptberuf ist Stefan Esser als Sonderschulkonrektor an der Hugo-Kükelhaus-Schule (Städtische Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung) in Leverkusen tätig.