1935 wurde ich in Düren geboren und verlebte dort meine Kindheit bis zum achten Lebensjahr. Kurz vor der Totalzerstörung meiner Heimatstadt im November 1944 flüchtete meine Mutter mit meiner Schwester und mir nach Bornheim, wo mein Vater bei der Luftwaffe eingezogen war. Dort besuchte ich die Realschule von 1947 bis 1953.
Im Jahre 1950 zogen wir nach Wesseling bei Köln, wo ich heute noch wohne.
Schon seit Kindheitstagen hat Musik mich fasziniert und den sehnlichen Wunsch hervorgebracht, ein Instrument spielen zu lernen. Favoriten wären damals Geige oder Klavier gewesen. Leider war dieser Wunsch nach dem Kriege unerfüllbar - wir hatten ja kaum das Nötigste zum Leben. So langte es eben "nur" zu einer Sopranflöte.
Zu Ende meiner Schulzeit bastelte ich mir aus Sperrholz eine Gitarre nach einer Anleitung, die ich in einer Jugendzeitschrift entdeckt hatte. Im Selbstunterricht brachte ich mir soviel bei, daß ich nach einiger Zeit im Wesselinger Mandolinenorchester "Festklänge" mitspielen konnte und eines Tages auch eine bessere Gitarre bekam. Bis heute habe ich dem Instrument Gitarre und dem Mandolinenorchester die Treue gehalten. Weil die Literaturauswahl für diese Volksinstrumente beschränkt ist, haben schon in den Anfangsjahren des Orchesters begabte Mitglieder Musik für diese Besetzung bearbeitet und sogar komponiert. Leider sind diese längst verstorben. Hin und wieder ergibt sich die Notwendigkeit, zu bestimmten Anlässen Noten zu bearbeiten. Ein Beispiel: Bei einem Auftritt bei einer Feier eines Vertriebenenvereins wird das "Pommernlied" gewünscht. Bearbeitungen für Zupforchester sind im professionellen Verlagswesen kaum zu bekommen. Deshalb habe ich mich schon seit Jahren mit "capella" vertraut gemacht. Mittlerweile bin ich in der Lage, alle möglichen Kompositionen für unsere Besetzung zu bearbeiten oder sogar mit bescheidenen Kenntnissen der Harmonielehre regelrecht zu setzen.
Ein Glücksfall ist für mich mein Schwager Richard Strack (80) Dieser ist Kirchenorganist und hat mir einen ganzen Schwung unveröffentlichter eigener handgeschriebener Kompositionen überlassen. Ich bin dabei, diese nach und nach mit capella abzuschreiben, um sie mir anhören zu können. Bei dem Gedanken, diese einem größeren Publikum zugänglich zu machen, stieß ich auf MUSICALION und habe inzwischen schon drei Stücke eingestellt. Weitere sollen folgen - ebenso ein Portrait des Komponisten. Vielleicht stelle ich auch mal die ein oder andere Bearbeitung für Zupforchester bei MUSICALION ein.