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Waldteufel, Emile -

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le „Strauss“ de la France, analog : Hanns Lumbye : « The Strauss of the North »

Unter allen Walzerkomponisten, die im Schatten der Familie Strauss wirkten, erlangte der Franzose Emile Waldteufel wohl die grösste und dauerhafteste Popularität. Er hiess eigentlich Charles Emile Levy, wurde am 9. Dez. 1837 in Strassburg geboren und starb am 12. Feb. 1915 in Paris.

Sein Vater, Lazare Levy (Louis Waldteufel, 1801 – 1884), war Tanzmusiker und Geigenvirtuose, dessen Pseudonym „Waldteufel“ auch Lazares Bruder, Nathan Levy (Léon Waldteufel, 1832 – 1884), als Cellovirtuose und Professor am Konservatorium Strassburg benutzte. Von beiden sind Kompositionen da.

Seine Mutter, Flora Neubauer, stammte aus Bayern und war als Pianistin eine Schülerin von Johann Nepomuk Hummel (1778 – 1837), welcher seinerseits wiederum ein Schüler Mozart’s war. Die Familie Waldteufel zog 1842 nach Paris, in der Hoffnung, das Umfeld und die Finanzlage zu verbessern. Hier studierte Emile mit seiner Mutter und Joseph Heyberger das Klavierspiel. Mit 7 Jahren wurde Emile als Schüler ins Konservatorium aufgenommen, und wahrscheinlich kam er 1848 in die Klasse des Pianisten und Klavier-Prof. Antoine François Marmontel (1816-1898), zusammen mit Georges Bizet (1838-1875). 1853 wechselte er in Adolphe Laurent’s Piano-Klasse über, der auch Jules Massenet (1842-1912) angehörte.

Mit 15 Jahren, in einer armseligen Mansarde lebend, verdiente er sich den Unterhalt lange Zeit als Tester beim Klavierbauer Scholtus, gab als Bewunderer von Beethoven und Chopin Klavierstunden und spielte an Soirées. Hier entstand auch sein erster Walzer: „Joies et peines“ op. 102, zuerst im Eigenverlag erschienen, und vom Pariser Komponisten Charles Gounod (1818-1893) lobend kommentiert.

Die 1826 als Tochter des Grafen von Montilo in Granada geborene Eugénie (*1920), 1853 mit Napoléon III. vermählt, ernannte als Kaiserin Waldteufel 1865 zum Hofpianisten. Ein Jahr später wurde er gar kaiserlicher Hofkapellmeister und leitete demzufolge die prunkvollen Hofbälle in den Tuilleries, in Compiegne und der Sommerresidenz Biarritz, wo der Gründer des deutschen Reiches 1871, Otto von Bismarck (1815-1898), am Billardtisch sein Gegner war.

1868 heiratete Waldteufel die Sängerin Celestine Dufau, die ihm 3 Kinder schenkte: Berthe, Henri, René. Als Freiwilliger nahm er 1870/71 am von Frankreich erklärten deutsch-französischen Krieg teil. Im weniger vergnügungssüchtigen Nachkriegs-Paris sicherte ihm seine Erfahrung die Leitung des jährlichen Opernballes. Sonst erfreute er sich aber nie einer breiteren öffentlichen Anerkennung, bis 1874 der Prinz of Wales, nachmaliger König Edward VII. von England (1841-1910), Sohn der Königin Viktoria, auf einer Pariser – Soirée den Walzer Manolo (op. 140) spielen hörte, und Waldteufel versprach, sich für die Verbreitung seiner Musik in London zu verwenden. In der Tat erhielt er langjährige Verträge (1875-1888) mit dem Londoner Verlag Hopwood & Crew, der unter internationalem Beifall seine Walzer, Polkas und Galoppe editierte. Eine Einladung nach New York schlug er 1882 aus und erntete 1885/86 einen grossen Erfolg, als er an der Rivière Promenade des Londoner Covent Garden eigene Werke dirigierte. Nachher in Berlin, wo der einheimische Polka-König Farbach bald kapitulierte, lieferten sich Waldteufel und Johann Strauss Sohn (1825-1899) einen friedlichen Walzerkampf, der unentschieden ausfiel. Zurück in Paris leitete er während mehrerer Jahre die Präsidial-Bälle im Elysée-Palast, und die Opernhaus-Bälle.

Seit der Jahrhundertwende widmete sich Waldteufel nur noch der Komposition. Waldteufel’s Operettenkompositionen stiessen auf Verleger -Schwierigkeiten, und darob entmutigt vernichtete er die Manuskripte. Mit Jacques Offenbach (1819-1880) verbanden E.W. die ähnliche Herkunft und derselbe Pariser Wirkungskreis. Mit ihm verglichen ist Waldteufel aber eher ein Feuilletonist. Seine Walzer-Kunst ist kosmopolitischer als die Wienerische, und trotz köstlicher Einfälle nicht von derselben stilistischen Einheit geprägt. Sie besitzt auch nicht die gleiche Durchschlagskraft. Waldteufel bleibt nach der Familie Strauss aber der populärste Walzerkomponist. Seine Walzer zeugen von flüssigem, phantasievollem Stil. Sie zeigen auch die Formelhaftigkeit seines Schaffens, die besonders in der stilistischen Ähnlichkeit der Hauptthemen deutlich wird. Seine Werke sind von apartem, poetischem Charme, voller Gefühl, tiefem Empfinden und Herzlichkeit, phantasievoller Harmoniewechsel und teilweise schlichter, umso wirkungsvollerer Eleganz, auch wenn sie bezüglich Rhythmus oder Melodienreichtum nicht immer an die Strauss-Werke reichen.

Als Waldteufel, von seiner Frau verlassen (+1914), 1915 starb, war der 1. Weltkrieg in vollem Gange. Nach Kriegsende fielen in Europa die Schranken. Die Gesellschaft, welche die Entwicklung des Walzers begünstigt hatte, löste sich auf. Zwar erwies sich die gesellschaftliche Struktur als nur begrenzt lebensfähig. Die Walzerkompositionen jedoch, die im vorigen Jahrhundert die Tanzböden beherrscht hatten, überdauerten die Zeit und sind ein bleibendes Zeugnis und Dokument jener glanzvollen Vergangenheit.

WERKE: Ca. 300, publiziert in Paris (Enoch & Cie, Marquart et Noël, Durand & fils) und/oder London (Hopwood & Crew). Die Standard Opus-Nummerierung erfolgte ab 1880 durch Litolff retrospektiv, und ist deshalb weder komplett, noch chronologisch. Alle erhaltenen Werke (vom Ur-Urenkel Mr. Yves Waldteufel, Auxerre, erhalten) sind mittels eines Musik - Programmes im Computer druckreif (PDF-Files) neu geschrieben von:
Dr. Ed. Brum-Antonioli, Höhe Str. 51, CH-8702 Zollikon (2004).

LITERATUR:
- Pierre Eck: Emile Waldteufel: Zur 100. Wiederkehr seines Geburtstages
Elsassland, XVIII (1937), 373-376 Gebweiler
- H. Waldteufel: Centenary Broadcast, 5 dec. 1937 typescript BBC archieve
- Gabriel Andres: E.W., Le roi alsacien de la valse. Saisons d’Alsace No. 3,
Strassburg 1951, 280-286
- P. Hering : Emile Waldteufel. La Musique en Alsace (Strassburg 1970), 157
- A. Lamb : Emile Waldteufel : The Parisian Waltz King. Littlehampton 1979
- J.R.Zeder: Les Waldteufel et la valse française. Strassburg 1980
- Yves Waldteufel/B. Fischbach: La valse au coeur E.W. „Le Strauss français“
1997
- Michel Schmitt: 150 e Anniversaire Emile Waldteufel, Strassburg 1987
- Andrew Lamb: Skater’s Waltz. The story of the Waldteufels. 1995
E.B., April 2004

Weitere Informationen finden Sie unterr http://www.brum.ch/waldteufel.htm
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Serie: Walzer, Thema: Advent/Weihnachten
Instrumentierung: Klavier, Schwierigkeit: Mittel
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Serie: Walzer, Thema: Ohne Thema
Instrumentierung: Flöte+Klavier, Schwierigkeit: Mittel
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Serie: Walzer, Thema: Ohne Thema
Instrumentierung: Klavier, Schwierigkeit: Mittel
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Serie: Walzer, Thema: Ohne Thema
Instrumentierung: Flöte+Klavier, Schwierigkeit: Mittel
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Serie: Walzer, Thema: Frühling
Instrumentierung: Klavier, Schwierigkeit: Mittel
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Serie: Walzer, Thema: Ohne Thema
Instrumentierung: Klavier, Schwierigkeit: Mittel
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Serie: Walzer, Thema: Hochzeit/Trauung
Instrumentierung: Klavier, Schwierigkeit: Mittel
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Serie: Einzelwerke, Thema: Ohne Thema
Instrumentierung: Akkordeon, Schwierigkeit: Mittel
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Serie: Walzer, Thema: Ohne Thema
Instrumentierung: Klavier, Schwierigkeit: Mittel
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Serie: Einzelwerke, Thema: Advent/Weihnachten
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Serie: Walzer, Thema: Ohne Thema
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Serie: Walzer, Thema: Ohne Thema
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Serie: Walzer, Thema: Ohne Thema
Instrumentierung: Klavier, Schwierigkeit: Mittel
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Serie: Einzelwerke, Thema: Ohne Thema
Instrumentierung: Klavier, Schwierigkeit: Mittel
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Serie: Walzer, Thema: Ohne Thema
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Serie: Einzelwerke, Thema: Ohne Thema
Instrumentierung: Klavier, Schwierigkeit: Mittel
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