Deutscher Kirchenmusiker und Komponist. Er stammte aus einer Musikerfamilie und wurde schon früh von seinem Vater musikalisch unterrichtet. 1790 wurde er zunächst Dorfschulmeister in Breslau, dann Violinist an der Vincenzkirche und Organist an St. Klara, des weiteren 1798 Violinist und Konzertmeister im Theaterorchester, das er öfter als Stellvertreter dirigierte. 1805 stieg er zum Domkapellmeister seiner Heimatstadt, 1806 zum Dirigenten der Richterschen Winterkonzerte auf und wurde 1812 Universitätsmusikdirektor, Musiklehrer am katholischen Seminar und Direktor des Königlichen Instituts für Kirchenmusik. Schnabel komponierte neben Kirchenmusik (u.a. fünf Messen, Offertorien, Hymnen und Vespern) Militärmusik, Männerquartette, Lieder, ein Klarinettenkonzert und ein Quintett für Streichquartett und Gitarre. Sein Chorlied "Transeamus usque ad Bethlehem" ist bis in die Gegenwart populär geblieben.