Elias Nikolaus Ammerbach (* 1530 in Naumburg; † 29. Januar 1597) war ein deutscher Organist, Komponist und Arrangeur der Renaissancezeit. Er gab die erste gedruckte Sammlung von Orgelmusik in Deutschland heraus.
Ammerbach besuchte die Universität Leipzig (1548–1549) und war anschließend, vermutlich bis an sein Lebensende, Organist an der Thomaskirche. Er war drei mal verheiratet. Dem Vorwort seiner Veröffentlichung von 1571, einem Orgeltabulaturbuch, lässt sich entnehmen, dass er Auslandsreisen zu Studienzwecken gemacht hat.
Ammerbachs Sammlung ist das erste Beispiel der heute als "Neue Deutsche Orgeltabulatur" bekannten Notation, die noch im achtzehnten Jahrhundert gebraucht wurde. Sie verwendet ausschließlich Buchstaben für Tonhöhen und darüber platzierte rhythmische Symbole. Ammerbachs Tabulaturen enthalten Arrangements verschiedener beliebter Komponisten der Mitte des 16. Jahrhunderts, unter anderen Ludwig Senfl, Heinrich Isaac, Josquin Desprez, Clemens non Papa und besonders Orlande de Lassus.
Die säkulare Musik in Ammerbachs Veröffentlichungen weist deutsche Titel auf, die sakralen Werke lateinische. In seiner letzten Veröffentlichung, der "Orgel oder Instrument Tabulatur" (1583) findet sich eine größere Zahl von Bearbeitungen italienischer Madrigale für Tasteninstrumente. Die Bezeichnung "Orgel oder Instrument Tabulatur" verdeutlicht, daß diese Stücke nicht nur für die Orgel, sondern für alle Tasteninstrumente der damaligen Zeit geeignet sind. Die meisten von ihm veröffentlichten Stücke sind Bearbeitungen fremder Werke.