 |
(1854-1921) Deutscher Komponist und Musikkritiker. Humperdinck studierte in Köln, München und Italien Musik, traf 1879 in Neapel mit Richard Wagner zusammen und ging auf dessen Einladung als sein Assistent nach Bayreuth. In der Folge versuchte er in seinem Schaffen, Wagners Musikdramatik mehr ins Volkstümliche zu wandeln. 1881 nahm er seine Reisetätigkeit wieder auf und verbrachte zwei Jahre in Barcelona, wo er am Konservatorium unterrichtete, bis er dann nach Köln und später nach Frankfurt zog. 1900 übernahm er eine Meisterklasse für Komposition an der Akademie der Künste in Berlin.
Obwohl er als Komponist bereits einige Erfolge vorweisen konnte, gelang ihm erst 1893 das Werk, auf dem sein weltweiter Ruhm noch heute beruht: die Märchenoper „Hänsel und Gretel“ mit dem Libretto seiner Schwester Adelheid Wette.
Eine Wiederholung dieses Erfolgs ist Humperdinck leider nicht gelungen, doch müssen bei einer Würdigung seines Schaffens auch noch das Musikdrama „Die Königskinder“, die komische Oper „König wider Willen“ und zahlreiche Schauspielmusiken für das Deutsche Theater in Berlin erwähnt werden.
|