Der Flohwalzer ist ein beliebtes mündlich überliefertes Klavierstück, von dem zahlreiche Variationen und abweichende Versionen bestehen. Es gibt daher auch keine definitive Fassung des Werks in Notenschrift, obwohl in der Regel die im Notenbild vorgestellte Grundfassung enthalten ist. Die Grundfassung ist unabhängig von Notenkenntnis anhand der leicht einprägsamen Tastenfolge erlernbar, da fast ausschließlich schwarze Tasten verwendet werden. Vor allem Nicht-Pianisten beherrschen das Spielen des Flohwalzers - dann oft als einziges Klavierstück.
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Der Komponist des Stückes ist nicht überliefert. In einer Parodie einer musikwissenschaftlichen Abhandlung behauptet Eric Baumann scherzhaft, es stamme von einem Ferdinand Loh (F.Loh -> Floh). (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Flohwalzer)
Eric Baumann, wiedergegeben von Christane Obermeyr:
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"Ein interessantes Büchlein erzählt vom Leben des völlig in Vergessenheit geratenen Komponisten Ferdinand Loh (1869-1927). Seine ersten musikalischen Eindrücke erhielt er von der Mutter, die Ukulele spielte. Er schrieb dafür sechs große Sonaten, die leider verloren gegangen sind. Die Lieblingsbücher seiner Kindheit waren Keplers "Harmonices mundi" und Spinozas "Ethik".
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Mit sechs Jahren erhielt er Klavierunterricht und er versuchte sich auch schon bald an kleineren Kompositionen. Anläßlich seiner Konfirmation durfte er nach Bayreuth fahren und dort Richard Wagners "Parsifal" hören. Er hatte auch eine Unterredung mit Siegfried Wagner. Beides hinterließ bei ihm einen bleibenden Eindruck. Von 1889 bis 1892 studierte Ferdinand Loh an der Royal Academy in London die Fächer Kontrapunkt, Harmonielehre und Klavier. Er interessierte sich für die Hexaphonie (ein Vorläufer der Zwölftontechnik).
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Am 24. April 1890 beendete er die Komposition am Flohwalzer. - die Bezeichnung "Flohwalzer" entstand durch einen Lesefehler: F.Loh Walzer.
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Seine Komposition wurde von keinem Verlag angenommen. Der Flohwalzer verbreitete sich sehr schnell über ganz Europa und wurde zum Ohrwurm, den jedermann spielen kann, ganz gleich, ob er Klavierkenntnisse besitzt oder nicht. Dieser Walzer war sein letztes erhaltenes Werk. Alles was er sonst noch komponierte, vernichtete er sogleich, weil er nie zufrieden war.
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Den größten Teil seines Lebens verbrachte er in England, wo er auch 1894 heiratete. Er war seiner Wahlheimat sehr verbunden, was eine Bearbeitung von Elgar "Hope and Glory" für Klavier zu acht Händen zeigt. Im November 1927 starb Ferdinand Loh, seine Hinterlassenschaften gingen an seine Kusine, welche 1969 starb."
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Tasteninstrumente Solo
Klavier
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Anzahl Seiten: 1
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