Deutscher Komponist und Musiker (Gambe). Er wuchs in Mühlhausen auf und besuchte das Gymnasium in Schleusingen und Gotha. 1640 auf dem Weg zum Studium nach Königsberg/Pr. bei Gardelegen ausgeraubt, schlug er sich ärmlich in Hamburg und Kiel durch, bis er 1643 endlich nach Königsberg gelangte und dort wahrscheinlich den Dichterkreis um Heinrich Albert und Simon Dach traf. Nach Aufenthalt in Danzig, Thorn und Hamburg erhielt er 1652 eine Anstellung als Kanzlei-Registrator und fürstlicher Bibliothekar in Weimar; faktisch war er dort Hofdichter (1653 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft). Seinen wechselvollen Lebenslauf schildert das autobiographische Gedicht »Thränendes Hauskreutz«. Sein bekanntestes geistliches Lied (insgesamt werden ihm 34 zugeschrieben) ist »Wer nur den lieben Gott läßt walten«; er soll es in Kiel 1641 gedichtet haben, als er endlich eine Hauslehrerstelle erhielt. Später schrieb er dazu auch die Melodie und einen vierstimmigen Satz.