Clara Josephine Schumann (* 13. September 1819 in Leipzig; † 20. Mai 1896 in Frankfurt am Main; geborene Wieck) war eine deutsche Pianistin und Komponistin und die Ehefrau Robert Schumanns.
Ihr Vater, der Musikpädagoge Friedrich Wieck, setzte seine ganze Energie darein, sie zur Pianistin auszubilden. Er sorgte auch für Improvisations- und Kompositionsunterricht - damals für Frauen eine große Seltenheit. Sie machte daher nicht nur als geniale Pianistin, sondern auch als Komponistin rasch von sich reden. Reisen durch Europa festigten ihren Ruhm.
Der Vater war entsetzt über ihren Entschluß, den labilen, finanziell ungesicherten Komponisten Robert Schumann zu heiraten, so daß sie die Eheschließung gerichtlich erkämpfen mußte. Es folgten neun Niederkünfte in 13 Jahren. Zwischendurch konzertierte sie so oft wie möglich. Die Kinder erzog sie nicht selbst, sondern gab sie außer Haus. Ihr Mann wurde nach ersten Krankheitssymptomen 1854 in eine Heilanstalt überführt, wo er 1856 starb.
1863 siedelte Clara Schumann in die Nähe von Baden-Baden in ein eigenes Heim über. Sie war eng mit Johannes Brahms befreundet und konzertierte häufig mit ihm und dem Geiger Joseph Joachim. In späteren Jahren lehrte sie am Konservatorium in Frankfurt/Main. Nach dem Tod Roberts komponierte sie so gut wie nichts mehr.