Deutscher Komponist. Sohn eines Lehrers und Kantors, der der Musik in besonderer Weise verbunden war. Alle drei Söhne des Kantors wurden Musiker. Sohn Heinrich erhielt bis zum 15. Lebensjahr eine musikalische Ausbildung in seinem Elternhaus. Schon als Elfjähriger spielte er die Orgel in der Dorfkirche von Kirchohmfeld. Dann wurde er Chorknabe in Andreasberg, wo auch sein älterer Bruder Fritz und sein jüngerer Bruder Wilhelm waren. Der ältere Bruder, der in Braunschweig Musiklehrer geworden war, holte Heinrich nach Braunschweig, ließ ihn das dortige Gymnasium besuchen und dort Musikunterricht genießen. Im Herbst 1832 erkrankte er einer Lungentuberkulose. Am 3. März 1833 verstarb er in Braunschweig und wurde dort beigesetzt.
Heinrich Werner soll 84 Kompositionen, zum größten Teil Lieder, geschaffen haben. Sein berühmtestes Lied ist "Sah ein Knab` ein Röslein stehn". Am 20. Januar 1829 wurde es im Konzert der Braunschweiger Liedertafel, die er als Dirigent leitete, zum ersten Mal vorgetragen. Seine Melodie übertraf die ca. 100 Melodien anderer Komponisten zum gleichen Text weit. Es wurde bald volkstümlich und machte seinem Namen alle Ehre.