Caspar Othmayr (* 12. März 1515 in Amberg; † 4. Februar 1553 in Nürnberg, in der Hl.-Kreuz-Kirche in Ansbach begraben) war ein deutscher evangelischer
Geistlicher, Theologe und Komponist. Ob er in seinem Geburtsort die Lateinschule St. Martin besucht hat, ist nicht zu belegen, aber doch anzunehmen. Othmayr studierte in Heidelberg (1553 Immatrikulation, 1534 Bakkalaureus, 1536 Magister Artium) bei Lorenz Lemlin (c. 1495– nach 1549), wo er sich Jobst von Brandt, Georg Forster und Stephan Zirler anschloss. Bis 1545 gibt es keine Unterlagen über Othmayr außer einem Portrait, das in Regensburg 1543 von Michael Ostendorfer erstellt wurde. Im Jahre 1545 wurde er Rektor der Klosterschule von Heilsbronn bei Ans- bach. Der Abt von Heilsbronn schrieb 1547 bei Othmayrs Abschied aus der Klosterschule: "Er ist von Andern in unserem Lande ein hoch und weit berühmter Musicus". Ab 1548 war er Propst in Ansbach, verlor die Stelle allerdings bald wegen theologischer Differenzen.
Othmayr starb nach langwieriger schwerer Krankheit in Nürnberg, wohin er sich hatte bringen lassen, ward aber in Ansbach begra- ben. Sein Grabstein in der Kirche zum heiligen Kreuz trägt folgende Inschrift: „Anno Dni. 1533 den 4. tag des monats Februarij Ist in Christo verschiden zu Nürnberg Der Erwürdig wolgelert Auch weit berümbt Componist und Musicus Herr Magister Caspar Othmayr, Probst und Canonicus St. Gumprechts Stifft zu Onolzbach so alhie begraben welchem Gott wolle verleihen ein fröliche aufferstehung und das Ewige Leben Amen.“