Er war ein deutscher Studienrat, Kantor, Dichter in erzgebirgischer Mundart und Komponist.
geb. 1. Februar 1889 in Bockau, der Todestag ist unbekannt.
Richard Martin Georgi wurde nach seiner Ausbildung Lehrer in Gornsdorf und Klingenthal. 1914 wechselte er als Kantor und Realschullehrer in die Stadt Thum, dort wurde er zum Studienrat befördert.
In seiner Freizeit dichtete und vertonte er zahlreiche Lieder. Ferner schrieb er mehrere Motetten, Sonaten, Singspiele und Streichmusiken.
Die von ihm geschrieben Orgelvorspiele stellen einen gewissen Schwierigkeitsgrad dar. Oft liegt der c.f. in den Mittelstimmen oder im Pedal. Die Vorspiele wurden von mir in die jetzt gebräuchlichen Melodien durch Transponierung angepasst.
1945 ausgebombt durch einen Fliegerangriff auf Thum.
Kantor Goergi hat sein Hab und Gut verloren. Er selbst blieb am Leben. Aber all seine komp. Werke sind vernichtet durch Brand.
All das was noch da ist, hat er nach 1945 komponiert.
Er hat sehr viel komponiert wie Singspiele, Motetten und Kantatenwerke und Kammermusikwerke. Selbst Lieder in erzgebirgischer Mundart hat er gedichtet und vertont.
Dieses Gedicht entstand am 03.03.1945:
"Ewiger Bund
Führst du mich, Herr, durchs dunkle Tal,
so bleibst du doch mein Hirte;
und muß ich kosten alle Qual,
du trägst mir meine Bürde.
Und schlägt das Herz mir noch so schwer,
weil all mein Glück zerbrochen,
ich blicke aufwärts zu dir, Herr,
weil du mit mir gesprochen.
Mich knüpft an dich ein ewig Band-
Fahrt hin, ihr eitlen Sorgen! –
Und niemand kann aus deiner Hand
Mich reißen heut und morgen."