Mitglied bei einer Verwertungsgesellschaft (GEMA, SUISA, AKM, VG etc.)
Biografische Daten
Hans-Peter Dott, 1952 in Koblenz geboren, studierte zunächst Kirchenmusik in Mainz, später Musikwissenschaft an der Universität Heidelberg und Komposition bei Isang Yun.
Von November 1987 bis April 2014 war er für die Konzerte bei BASF in Ludwigshafen künstlerisch verantwortlich. Im Jahr 2000 wurde er zum Vorsitzenden des Hochschulrates an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Mannheim berufen und war in dieser Funktion bis August 2014 tätig. Im April 2003 erfolgte die Berufung zum Honorar-Professor für Komposition und Musikmanagement. Im Oktober 2015 wurde er zum Ehrensenator der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Mannheim ernannt. Zudem wird er regelmäßig in die Jury internationaler Musikwettbewerbe berufen.
Als Komponist erhielt Dott Kompositionspreise (u.a. 1985 für seine »FANTASIA PER ORGANO« den Kompositionspreis der Stadt Erding und des Freistaats Bayern, 1987 für die »SONATA DA FANTASIA« den Kompositionspreis der Mozartgemeinde Mannheim anlässlich des Tonkünstlerfestes Baden – Württemberg) und Stipendien (u.a. von der Brahmsgesellschaft in Baden-Baden mit Aufenthalt im Brahmshaus Baden-Baden 2003).
An musikwissenschaftlichen Arbeiten sind u.a. seine Analyse zur 4. Sinfonie von Isang Yun »Im Dunkeln singen« [in: Der Komponist Isang Yun – München 1987, 2. Auflage München 1997] zu erwähnen sowie zahlreiche Einführungsvorträge.
2007 initiierte er die Erstaufführung von Antonin Dvořáks Zyklus »CYPŘIŠE« („Zypressen“) in den beiden Original – Fassungen als Lieder und als Streichquartette in Ludwigshafen. Eine Einspielung der Lieder mit den Quartetten, ergänzt um die fehlenden sechs Lieder in der Quartettfassung durch Hans-Peter Dott erschien im September 2012 bei Hänssler Classic in Kooperation mit dem SWR Baden-Baden.
In den letzten Jahren beschäftigte er sich intensiv mit vergessenen Komponisten und Komponistinnen und deren Werke. Er rekonstruierte deren Werken nach handschriftlichen Autogrtapphen und bearbeitete und ergänzte diese in zeitgemäß les- und spielbare Partituren. Gemeinsam mit dem Pianisten Scott Faigen (Musikhochschule Mannheim) widmeite er sich schwerpunktmäßg dem Werk von Emilie Mayer.
Bisher entstanden die komletten späten Cellosonaten sowie die 6. Sinfonie dieser Komponistin.
Außerdem rekonstruierte er Werke von Ferdinand Ries (Cellosonate op. 125), Viotti (Streichquartett Nr. 4), W. Sokalsky (ukrainischer Komponist - Elegie op. 8), E. Kania (poln. Komponist - Klaviertrio g-Moll, ca. 1870) und A. Le Beau (Sonate Nr. 2 für Violine und Klavier e - Moll und in letzter Zeit hauptsächlich Werke jüdischer und vom NS-Regime verfolgter Komponisten.
Passend zu diesem Thema hält er regelmäßig Vorträge.