Österreichischer Geistlicher und Komponist. Er zählte zu den prominentesten Persönlichkeiten des Wiener Musiklebens an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert; er war mit Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven und Franz Schubert befreundet und verfasste zahlreiche Schriften über Mozart. Er tat sich vor allem im Streit um die Echtheit Mozarts Requiem energisch hervor (1825: Verteidigung der Echtheit des Mozartschen Requiems). Auch an der Ordnung von Mozarts Nachlass und am Anhang des ersten Mozartwerkeverzeichnisses in der Biographie von Georg Nikolaus Nissen war er beteiligt. Ferner verkehrte er im Vaterländischen Kreis rund um Moritz Joseph Johann von Dietrichstein und Ignaz Franz von Mosel und in mehreren musikalischen Zirkeln, etwa jenem von Nikolaus Joseph von Jacquin. Stadler genoss einen hervorragenden Ruf als Musikgelehrter und Kontrapunktiker. Auch wenn er nicht direkt als Lehrer tätig war, so legten ihm doch zahlreiche junge Komponisten ihre Werke zur Begutachtung vor, darunter Simon Sechter und Franz Lachner. (nach Wikipedia)