Valentin Becker wurde am 20. November 1814 als Sohn des Chordirektors an Stift Haug Michael Eduard Becker in Würzburg geboren. Der Vater führte Valentin schon früh ins Klavier- und Orgelspiel ein, ebenso in die Harmonielehre und Komposition. Nach dem Besuch der Volksschule und einigen Jahren am Gymnasium begann Valentin Becker sein Berufsleben 1833 als Kanzlist beim Magistrat der Stadt Würzburg und stieg später bis zum Stadtkämmerer auf. Seine Leidenschaft galt aber der Musik. Insbesondere setzte er sich für den Chorgesang ein. Er komponierte Opern, Sinfonien, Kammermusik, ca. 100 gemischte Chöre sowie ca. 400 Männerchöre, einige davon mit Orchester (u. a. Requiem, Deutsche Messe). 1847 gründete er den Würzburger Sängerverein, dem er als Vorsitzender und Chordirektor zu großem Ansehen verhalf. 1861 vertonte er den Text des Frankenlieds „Wohlauf, die Luft geht frisch und rein“ von Joseph Victor von Scheffel. Seit 1953 vergibt die Stadt Bad Brückenau alle drei Jahre den Valentin-Eduard-Becker-Preis. Seine Heimatstadt Würzburg ehrt ihren Bürger mit einem Denkmal im Ringpark und der nach ihm benannten Valentin-Becker-Straße.