Joachim Decker (* um 1565 in Hamburg; † 15. März 1611 in Hamburg), ein deutscher Komponist und Organist, wurde um 1565 als Sohn von Eberhard Decker, Kantor am Johanneum in Hamburg, daselbst geboren. Mutmaßlich wurde er vom Vater musikalisch unterrichtet. 1596 nahm er bis zu seinem Tod die Organistenstelle an der Nikolaikirche wahr.
1604 veröffentlichte Decker gemeinsam mit Hieronymus Praetorius, dessen Sohn Jacob Praetorius und David Scheidemann, allesamt Organisten an den anderen Hauptkirchen Hamburgs, das „Melodeyen Gesangbuch“. Es enthält 88 vierstimmige Sätze von Kirchenliedern, von denen 29 von Decker stammen. Sie sind meist schlicht gehalten und führen die Hauptstimme im Diskant (Sopran).