Franz (Aloys Theodor) Commer (* 23. Januar 1813 in Köln; † 17. August 1887 in Berlin) war ein deutscher Kirchenmusiker und Musikforscher. Commer, von Carl Leibl in Köln ausgebildet, erhielt dort 1828 eine Anstellung als Organist. Ab 1832 erhielt er weitere Ausbildungen in Berlin (A. W. Bach, C. F. Rungenhagen, A. B. Marx). In dieser Zeit verfasste er einen Katalog vom Meisterwerken des 16. Und 17. Jahrhunderts. 1844 gründete er den Berliner Tonkünstler-Verein und erhielt im selben Jahr eine Stelle als Regens-Chori (Chordirigent) an der Berliner Hedwigskirche. 1845 wurde er zum Mitglied der Preußischen Akademie der Künste ernannt. 1850 übernahm er eine Stelle als Korrepetitor an der Königlichen Oper sowie als Gesangslehrer am Französischen Gymnasium. 1868 gründete er mit Robert Eitner die Gesellschaft für Musikforschung, der er viele Jahre als Präsident vorstand. Commer war Herausgeber der Reihe „Musica Sacra“ (28 Bände).
Werke: Chöre zu den „Fröschen“ des Aristophanes, 1842; Preußens Fest-Herolde. Eine Cantate zum 15ten Oktober 1844, für Männerchöre und Orchester; Der Zauberring, nach einem Gedicht von Anton Wilhelm von Zuccalmaglio, für Männerstimmen und Orchester, 1844