Carl Steinacker (* 1785 in Leipzig; † 18. Dezember 1814 in Wien) war ein deutscher Komponist und Kapellmeister in Wien. Als Sohn eines Dessauer Kaufmanns wurde Steinacker musikalisch anfangs im Haus seines Onkels, des Buchhändlers Johann Erdmann Ferdinand Steinacker (1764–1842) in Leipzig erzogen. Nach seiner Schulzeit wirkte er zunächst als Angestellter des Verlegers Göschen in Leipzig. Schon damals war er ein ambitionierter Musiker und Komponist. Er ging dann jedoch ungefähr gleichzeitig wie Theodor Körner nach Wien, um sich völlig der Tonkunst zu widmen. Wie Körner wirkte er 1812 beim Händel-Konzert in der Winterreitschule (Alexanders Fest) mit, dies als Hilfsdirigent.
Steinackers Kompositionen gehören mit wenigen Ausnahmen dem Bereich der Vokalmusik bzw. des Musiktheaters an. Bereits vor seinem Wirken in Wien wird er in mehreren Nummern des Weimarers Journal des Luxus und der Moden in Musikalien-Rezensionen positiv gewürdigt. Als Komponist verschiedener Bühnenmusiken zu Werken Körners ist er seit 1811 sonst mehrfach in dessen Briefwechsel mit der Familie erwähnt. Bei Körners Singspiel ‚Der vierjährige Posten‘ war Steinacker der erste von nachweislich mindestens 21 Komponisten, die dieses Libretto bis ins 20. Jahrhundert hinein vertonten.
Wie Körner wurde Steinacker – im Alter von 30 Jahren – ein Opfer der sogenannten Befreiungskriege. In einem Nekrolog berichtet die „Allgemeine musikalische Zeitung“ (Leipzig), dass Steinacker an „Auszehrung“ verstarb. (Quelle: Wikipedia)