Christoph Buel [Büel, Buhel, Buhl, Bul, Bull, Puel, Puhel, Bül, Buol] (* 9. Jan. 1574 in Nürnberg, † 17. Mai 1631 ebenda).war ein deutscher Komponist, Kapellmeister, Musikdokumentar, Theologe und Jurist.
Buel, Sohn des aus Windsheim stammenden Nürnberger Diakons bei St. Sebald Eucharius Buel, studierte von 1588 an erst Theologie, dann Jurisprudenz an der Universität Altdorf. 1598 wurde er Registrator in der ›Größern Registratur‹ zu Nürnberg. Neben diesem Amt, das er bis wenige Monate vor seinem Tod bekleidete, war er für den Nürnberger Rat vielfach als Musiksachverständiger tätig. Der Auf- und Ausbau des Chores der Frauenkirche, dessen ständige Leitung er um 1615 übernahm, war sein Werk, weshalb man ihn, nicht ganz zu Unrecht, schon im 17. Jahrhundert als den ersten Nürnberger Stadtkapellmeister bezeichnete. In den Jahren 1600, 1608 und 1613 wurde Buel für kurze Zeit zur Reorganisation des Musikwesens am Hofe der Kurfürsten Friedrich IV. und Friedrich V. von der Pfalz nach Heidelberg beurlaubt. 1614 bewirkte seine Empfehlung die Anstellung Johann Andreas Herbsts als Kapellmeister des Landgrafen Philipp von Hessen-Butzbach.
Sein Schaffen umfasste schwerpunktmäßig geistliche Vokalmusik (4- bis 8-stimmig), zwei seiner Psalmvertonungen fanden Eingang in Melchior Franck’s ‚Contrapuncti compositi deutscher Psalmen‘ (1602).
Buel war u. a. mit Gotthard Erythräus, Hans Leo Haßler, Easmus Widmann, Melchior Franck, Johann Staden und Johann Andreas Herbst befreundet. Ein Porträt Buels (Schabkunstblatt) schuf um 1675 der Nürnberger Kupferstecher Georg Fennitzer 1646-1722).