Deutscher Komponist, Pianist und Dirigent. Nach der Ausbildung bei Aloys Schmitt in Frankfurt am Main und Johann Nepomuk Hummel in Weimar lebte Hiller von 1828 bis 1835 als Klaviervirtuose und begnadeter Beethoven-interpret in Paris, wo er auch zusammen mit Liszt und Chopin die Konzerte für 3 Klaviere von J. S. Bach aufführte. 1836 dirigierte er den Cäcilienverein in seiner Geburtsstadt. Nach einer Italienreise (Mailand, Florenz, Rom) und Stationen in Leipzig, Dresden und Düssel-dorf wurde er 1850 Direktor des Konservatoriums in Köln. Eine enge Freundschaft verband ihn mit Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann, der ihm sein Klavierkonzert in a-moll widmete. Zum Kreis seinen Schüler gehörte Max Bruch.
Zu seinen Werken zählen u. a. 6 Opern, 2 Oratorien, 4 Sinfonien, 3 Klavierkonzerte, zahlreiche Chorwerke mit und ohne instrumentale Begleitung, Kammermusik und über 100 Lieder.