Aus der Schweiz stammender Komponist und Musikpädagoge. Als Sohn eines Musiklehrers begann er zunächst eine ähnliche Laufbahn mit einer ersten Anstellung in Rapperswil. 1844 zog er nach Zürich, wo er Felix Mendelssohn Bartholdy und Franz Liszt traf. In der Folge wurde er Assistent bei Franz Liszt und orchestrierte für ihn seine frühen Symphonischen Dichtungen. Seine eigene Kariere als Komponist begann erst, als er sich 1856 von seinem Meister löste und nach Wiesbaden zog. Von 1877 an war er bis zu seinem Tod Direktor des Hochschen Konservatoriums in Frankfurt am Main, wo er u. a. zusammen mit der Pianistin Clara Schumann wirkte. Er genoß zu seiner Zeit größte Authorität und Anerkennung; seine Werke wurden häufig aufgeführt.
Raff schrieb neben einigen Opern und 11 Sinfonien programmatischen Inhalts (z. B. "Im Walde", "Zur Herbstzeit", "Leonore" usw.) vor allem viele Stücke für Klavier, daneben aber auch geistliche und weltliche Werke für Chor und Gesangssolisten.