Österreichischer Komponist und Musikverleger. Er erhielt seinen ersten Unterricht in Gesang, Klavier und Orgelspiel bei seinem Vater. Mit 7 Jahren wurde er als Sängerknabe im Kloster Michaelbayern aufgenommen. Hier genoß er auch eine gründliche musikalische Ausbildung, die er später im Benediktinergymnasium in Salzburg fortsetzte. 1796 kam er an das Wilhelmsgymnasium in München, um auf Wunsch seiner Eltern Priester zu werden. Zur Vollendung seiner theologischen Studien trat er 1800 in das Zisterzienserkloster Raitenhaslach ein. Diabelli komponierte aber trotzdem weiter. und machte durch seine Arbeiten Michael Haydn auf sich aufmerksam. Dieser erkannte Diabellis kompositorische Begabung und förderte ihn, indem er ihn schulte und beaufsichtigte. Diabelli gab daraufhin seinen Vorsatz, Priester zu werden, auf und wandte sich ausschließlich der Musik zu. In Wien machte er sich schon bald einen Namen als Klavier- und Gitarrenlehrer. Hier regte er u. a. auch Beethoven zu seinen 33 Variationen, op. 120 über einen im Grunde simplen "Diabelli-Walzer" (Diabelli-Variationen) an. Bekannter noch als durch seine eigenen Werke wurde Diabelli durch seine Verlegertätigkeit, u. a. als Hauptverleger von Franz Schubert.