Französischer Komponist. Als Sohn des Rechtsanwalts Jean Chabrier erhielt er bereits mit sechs Jahren den ersten Klavierunterricht und komponierte achtjährig einige Tänze. Die Familie zog 1856 nach Paris, wo der junge Chabrier ebenfalls Jura studierte, aber nebenbei Klavierunterricht bei Edouard Wolff erhielt. Nach Anstellung als Jurist im Innenministerium befaßte er sich nebenbei auch sehr ernsthaft mit Komposition und Violinspiel. 1879 gab er seine Anstellung im Ministerium auf und wurde hauptamtlich Chorleiter und Klavierbegleiter bei Charles Lamoureaux. 1884 nahm er dann eine Stellung als Chordirektor und Repetitor am Théatre Château d'Eau in Paris an. Ab 1873 schrieb er seine ersten Orchesterwerke und hatte schließlich erste Erfolge mit seinen heiteren Opern "L'étoile" (1877) und "Une éducation manquée" (1879). Sein bekanntestes Werk ist die Orchesterrhapsodie "España", die bis heute sehr populär blieb. Die letzten Jahre seines Lebens waren dennoch von Krankheit, finanziellen Problemen und Enttäuschungen über den bescheidenen Erfolg seiner Bühnenwerke gekennzeichnet.