Deutscher Musikverleger und Komponist. Als Sohn des Komponisten Johann André (1741 - 1799) geschult in Musiktheorie, musikalischer Praxis und didaktischer Methodik, besaß Johann Anton André (1775-1842) großes handwerkliches Können, das ihn zum musikalischen Erzieher von Rang machte und auch zu theoretischen Erörterungen über die Kompositionswissenschaft führte. 1799 übernahm er den von seinem Vater gegründeten Musikverlag und kaufte schon bald danach von Mozarts Witwe Constanze den handschriftlichen Nachlaß ihres Mannes. Auch erwarb er von Alois Senefelder die Nutzungsrechte der von diesem erfundenen Lithographie und wandte sie erstmals auf die Notenstechkunst an. 1833 erschien sein "Thematisches Verzeichnis W. A. Mozart'scher Manuscripte", ein erster zusammenfassender Werkskatalog des bekannten Komponisten. Nebenbei schrieb er (wie schon sein Vater) Opern, Symphonien, Messen, Lieder und für den Klavierunterricht hilfreiche, gern gespielte Sonatinen sowie das in zwei Bänden unvollendet gebliebene "Lehrbuch der Tonsetzkunst".