Andreas H. M. Hoffmann wurde am 18.2.1950 in Mannheim geboren.
In Darmstadt, wo er aufwuchs, kam es schon frühzeitig zur Begegnung mit der "Neuen Musik". Hier lernte er schnell zu unterscheiden: zwischen Konzerten, deren Programm nur auf Modernität einer in Mode gekommenen "Neutönerszene" basierte und einer Klangwelt, wie sie z.B. bei Janacek oder Nono zu finden ist. Durch seine Studien der Musikwissenschaft, Komposition, Germanistik und Philosophie in Köln, konnte sich Hoffmann die Fähigkeit aneignen, rhythmisch strukturell und harmonisch vielschichtige Werke erstehen zu lassen, die eine Fülle von Varianten und doch eine Komplexität in ihren geradezu minimalistisch anmutender Thematik beinhaltet. So verwundert es auch nicht, daß das Streichtrio (1994), komponiert für Alfred Lutz, eine ebenso große Bandbreite an Motivik hat, wie emotionale Spannungsbögen. Andreas H. M. Hoffmann schuf hier eine für den Zuhörer durchaus nachvollziehbare Atmosphäre der eigenen seelischen Befindlichkeit der Entstehungszeit des Trios. Besonders angemerkt sei der Punkt, daß dieses Trio ein Gambenquartett zur Vorlage hat, welches er einige Jahre vorher schrieb. Durch die Bearbeitung für Violine, Viola und Violoncello war Hoffmann in der Lage, seine kompositorischen Ideen noch deutlicher hervorzubringen und vor allem im schnellen Teil, druckvolle und aufwühlende Passagen den jeweiligen Instrumenten "auf den Leib zu schneidern". Hoffmanns Kompositionsspektrum enthält nicht nur Kammermusiken in höchster Qualität, sondern erstreckt sich über Lieder, Chorwerke bis hin zu Kompositionen für Großes Orchester.