In seinem Leben verbanden ihn sehr freundschaftliche Beziehungen mit nahmhaften Komponisten und Künstlern der Epoche (Brahms, Stockhausen, Clara Schumann, Wagner, Simrock u.v.m.).
Der Komponist Theodor Kirchner hat uns ein umfangreiches Gesamtwerk hinterlassen. Sein Werkverzeichnis umfaßt 106 Opuszahlen und einige Werke ohne Opuszahl. Davon wurden die Meisten, über 70 Opuszahlen, erst in den Jahren 1874 - 1886 veröffentlicht.Besondere Bedeutung in seinem Schaffen hatte das Klavier, denn mehr als zwei Drittel seiner Werke schrieb er für dieses Instrument. Die knapp 80 Arbeiten für Klavier sind, bis auf wenige Ausnahmen, Sammlungen von Einzelstücken, deren Gesamtzahl weit über 1000 (!) ergeben. Ergänzt wird diese Sammlung durch einzelne Lieder, Liederzyklen, Kammer- und Orgelmusik.
Theodor Kirchner - "Der Bearbeiter"
Neben seiner Kompositionstätigkeit war Theodor Kirchner ein emsiger und gefragter Bearbeiter. Dadurch wird bestätigt, daß er sich intensiv mit Werken anderer Komponisten beschäftigte.
Arrangements von Werken, die eigentlich in den Konzertsaal oder in die Oper gehörten - vom Bearbeiter für den Hausgebrauch passend gemacht - waren im 19. Jahrhundert sehr gefragt, und demzufolge von den Verlegern gut honoriert. Er arrangierte die Werke meist für ein oder zwei Klaviere, Zwei- bis Achthändig.