Kapellmeister und Komponist in königlich-bayerischen Diensten. Schon als 11-jähriger Schüler der Lateinschule in Tegernsee zeigte sich als Chorknabe sein musikalisches Talent. Die eigentliche Ausbildung in Generalbaß und Komposition erhielt er dann auf dem Gymnasium in München. Nach dem Universitätsstudium in Landshut trat er als Ordenspriester in die Abtei Polling ein, entschloß sich aber 1803, nach der Säkularisation der Klöster, ganz für eine Musikerlaufbahn und wurde schon bald Hof-kapellmeister beim ersten König von Bayern.
Damit verbunden war zunächst eine ernsthafte Beschäftigung mit Opermusik im italienischen Stil.
Er schrieb selbst zwei Opern (die aber nicht ankamen und schon nach einer Vorstellung bei Hof abgesetzt wurden), fühlte sich dann jedoch mehr zur Kirchenmusik hingezogen. Da in der neuen 1826 fertiggestellten Allerheiligen-Hofkirche Instrumentalmusik nicht wirkte, sah er sich in seiner Position zur Komposition zahlreicher sakraler Chorwerke a cappella gezwungen. Auf diesem Gebiet brachte er es in enger Verbindung mit Caspar Ett (1788 - 1848) zu wahrer Meisterschaft, versah aber viele seiner heute noch besonders in Süddeutschland gern gesungenen Werke zusätzlich mit Orgel- oder Instrumentalbegleitung. Sie blieben dennoch auch für viele kleinere Laienchöre gut singbar. Er unterstützte somit überzeugend die Bestrebungen der Cäcilianer um Pater Franz Xaver Witt (1834 - 1888).