Österreichischer Komponist und Musikpädagoge, der hauptsächlich in seiner näheren Heimat, Graz und der Steiermark, vielseitig wirkte und zahlreiche meist kirchlichenmusikalische Werke im romantischen Stil schrieb. Er promovierte und war auch schriftstellerisch tätig ( u. a. „Versuche über Tonverschmelzung“ veröffentlicht in Zeitschrift für Psychologie, vol. 15, 1897). Als Mitglied in der „Grazer Schule“ des österreichischen Philosophen Alexius Meinong (eines Schülers von Brentano) brachte er bei der Entwicklung der sogenannten Gegenstandstheorie das musikalische Element und diesbezügliche Beiträge ein. Zu seinen Werken zählen 11 lateinische Messen für gemischten Chor mit Orgel- und/oder Orchesterbegleitung (darunter noch heute gelegentlich aufgeführt die Erste Messe in C („Missa in honorem B.M.V.“), die 3. Messe in Es, die 4. Messe, die 5. Messe in F, die „Missa Septima“ und die 11. Messe), 3 deutsche Singmessen für gemischten Chor oder Männerchor a cappella.