Geboren 1839 (21.3) in Karewo (unweit von Pskow), Sohn eines Gutsbesitzers. Erster Klavierunterricht bei der Mutter und dann bei einer deutschen Erzieherin, frühe Bekanntschaft mit dem musikalischen Volksgut.
Seit 1849 auf der Peter-Paul-Schule in Petersburg, seit 1852 auf der Gardenfänrichschule, hier Klavierunterricht bei Anton Herke. Von 1856-1859 Offizier im Garde-Infanterie-Regiment.
Mussorgskij ist seit 1856 in Fühlung mit Borodin, Dargomyshskij, Cui und Balakirew; er gehört damit zu dem mächtigen "Häuflein", dessen geistiges Haupt musikalisch Mili Balakirew und dessen Wortführer der Kritiker Wladimir Stassow ist; hier wächst Mussorgskij zum individuellen Komponisten heran (Wendung zum Nationalen).
Nachdem Mussorgskij 1859 den Militärdienst quittiert hatte, lebte er bis 1863 ohne berufliche Tätigkeit, war aber dann gezwungen, eine Beamtenstellung im Ingenieur-Departement des Verkehrsministeriums anzunehmen, der er bis ein Jahr vor seinem Tode nachging.
In die jahre 1865-1872 fallen die ersten Lieder (darunter der Zyklus "Die Kinderstube"), die Opern "Boris Godunov", "Die Heirat" und das Orchesterwerk "Eine Nacht auf dem Kahlen Berge". 1880 die Opern "Chowanschtschina" und "Der Jahrmarkt von Sorotschinzij", die Liederzyklen "Ohne Sonne" und "Lieder und Tänze des Todes", ferner das Klavierwerk "Bilder einer Ausstellung".
Er starb 1881 (28.3) in Petersburg.