Thorsten Corban : Diabelli-Contest 2016
Orff ist die Inspiration?
Orffs Klangwelten entfalten aus der Mitte der Komposition heraus ihre Strahlkraft: die zeitlose Allmacht des Angebeteten (omnipotens) fordert dazu heraus, Stile unterschiedlicher Zeiten zu kopieren und ineinander verschwimmen zu lassen. Palestrina begegnet Bruckner, dieser öffnet sich hin zu Genzmer, Orff und anderen. Thematisches Material des einen Stils kehrt in anderen Stilen wieder.
Konsequent wäre eigentlich auch eine Verschachtelung der sprachlichen Ebenen (Latein, Althochdeutsch, Spanisch usw.), doch das ist leider nicht zulässig.
Ist diese Allmacht also in einem Säuseln erkennbar - wie im Buch Exodus? Oder eher in einem Schrei - wie in der Passion? Manifestiert sie sich in einem Rhythmus? (Ausgerechnet der Mond, den Orff rhythmisch erfasst, verliert hier durch die Reduktion auf Rhythmus und Pentatonik an Gestalt - weil er eben nicht scheint!)
Oder zeigt sie sich in einem Glissando? (Hier erweist sich jeder komponierende Mensch als unfähig, jeden einzelnen der unendlich vielen Töne zu notieren!)
Diese Komposition schafft hundert Ansätze, die unbegreifliche Allmacht zu beschreiben, doch sie bleibt Stückwerk, weil sie Stückwerk bleiben muss. Der rote Faden ist die Unfähigkeit, das Unbegreifliche begreiflich zu machen.
Orffs Klangwelten entfalten aus der Mitte der Komposition heraus ihre Strahlkraft: die zeitlose Allmacht des Angebeteten (omnipotens) fordert dazu heraus, Stile unterschiedlicher Zeiten zu kopieren und ineinander verschwimmen zu lassen. Palestrina begegnet Bruckner, dieser öffnet sich hin zu Genzmer, Orff und anderen. Thematisches Material des einen Stils kehrt in anderen Stilen wieder.
Konsequent wäre eigentlich auch eine Verschachtelung der sprachlichen Ebenen (Latein, Althochdeutsch, Spanisch usw.), doch das ist leider nicht zulässig.
Ist diese Allmacht also in einem Säuseln erkennbar - wie im Buch Exodus? Oder eher in einem Schrei - wie in der Passion? Manifestiert sie sich in einem Rhythmus? (Ausgerechnet der Mond, den Orff rhythmisch erfasst, verliert hier durch die Reduktion auf Rhythmus und Pentatonik an Gestalt - weil er eben nicht scheint!)
Oder zeigt sie sich in einem Glissando? (Hier erweist sich jeder komponierende Mensch als unfähig, jeden einzelnen der unendlich vielen Töne zu notieren!)
Diese Komposition schafft hundert Ansätze, die unbegreifliche Allmacht zu beschreiben, doch sie bleibt Stückwerk, weil sie Stückwerk bleiben muss. Der rote Faden ist die Unfähigkeit, das Unbegreifliche begreiflich zu machen.
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| Época/Estilos: | Música viva |
| Tema: | Concurso |
| Categoría: | |
| Dificultad: | Mediana |
| Ejecución: | La ejecución de la obra es libre (GEMA, SUISA, AKM etc.) |
| Instrumentación: |
Coro mixto a capella
Coro>SATB
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| Idioma del texto: | Latín |
| Número de páginas: | 12 |
| Contribución de: | nantosch |
| Visitas: | 6569 |



