Markus Symhoven
24.04.2017 23:29:43
Ich möchte mit so einem Menschen nicht in Verbindung gebracht werden.
Auch nicht auf einer Website.
Das ist mein voller Ernst, Herr Müllritter
Ich bitte um Stellungnahme
mit freundlichen Grüßen
Markus Symhoven
gerhard
25.04.2017 14:06:18
ich habe die Kommentare des Herrn Miehling nicht gelesen und bringe Musicalion damit auch nicht in Verbindung. Sein Komponistenportrait auf Musicalion ist einwandfrei. Im Bereich der Musik wird eine andere Sprache gesprochen und das ist gut so. Es ist ganz sicher nicht gerechtfertigt, politische Urteile auf Musicalion direkt oder indirekt vorzunehmen und Konsequenzen daraus zu ziehen. Ansonsten müsste ich sofort Johann Sebastian Bach, Richard Wagner, Mendelssohn-Bartholdy, Karl May ;-) und viele viele andere Komponisten von der Plattform nehmen. Nur weil jemand berühmt ist, sollte er natürlich von so einem Urteil nicht ausgenommen werden.
Insofern kann und will ich Ihrer Forderung nicht nachkommen. Es tut mir Leid.
Interessant wäre aber die ethische Abwägung, wenn es sich um jemand handelte, der nicht nur seltsame Ansichten hat, sondern auch noch verwerflich handeln würde. Wenn also z.B. Hitler komponiert hätte. Seine Bilder werden ja auch ausgestellt und mittlerweile "Mein Kampf" wieder aufgelegt. Was dann? Wahrscheinlich müssten die Werke und seine Biographie dann kommentiert veröffentlicht werden.
Viele Grüße
Gerhard Müllritter
Markus Symhoven
25.04.2017 18:48:54
Musicalion ist selsbstverständlich nicht zuständig für politische Umtriebe
seiner Mitglieder. Ich war und bin nur fassungslos, wie ein gebildeter Mensch, Musikwissenschaftler immerhin, das Schicksal zahlloser im dritten Reich verfolgter Musiker, Komponisten, Künstler, Schriftsteller, usw. verhöhnen kann, indem er solche Meinungen verbreitet.
Wenn ich Sie richtig interpretiere, sind wir zumindest soweit einig, daß derartige Ansichten in die Rubrik "seltsam" gehören, was mich beruhigt.
Wir haben Gott sei Dank das Recht auf freie Meinungsäußerung.
Nehmen Sie also bitte meine spontane erste Einlassung nicht als Forderung nach Zensur, sondern als Versuch solchen Tendenzen entgegen zu treten.
Mit freundlichen Grüßen
Markus Symhoven
Artonicon
19.08.2020 09:11:50
ohne mich intensiver mit den Büchern und politischen Aussagen von Herrn Klaus Miehling befaßt zu haben, sehe ich einen Unterschied zwischen seinen musikalischen Produktionen und seiner politischen Meinung. Zwar scheint mir der Ausdruck "Gewalt-Musik", den er seinem Buch überschrieben hat, polemisch und politisch, also nicht wissenschaftlich zu sein. (Mit Rücksicht auf die Auswirkungen der meist durch überlaute elektronische Verstärkung im öffentlichen Raum entstehenden Negativauswirkungen subkultureller Musik, wie z.b. irreversible Hörstürze bei jugendlichen "Rock"-Musikhörern nach einschlägigen Konzerten, bin ich auch für deren Eindämmung). Also kann ich die Berechtigung des Engagements zugunsten einer stärkeren Verbreitung der klassischen Musikkultur sachlich durchaus unterstützen.
Eine Verunglimpfung oder Ausgrenzung andersdenkender Musiker oder Künstler durch autoritäre Regime oder Parteien rede ich aber damit nicht das Wort. Wenn Klaus Miehling das tut, finde ich das nicht gut. Ich sehe, daß
er durch kräftige Medien (Wikipedia z.B.) in die rechte Ecke gestellt wird - fraglich, ob ihn das richtig abbildet. Dennoch sehe ich kein Problem, daß er auf der Plattform Musicalion publiziert und dort wie andere im Turnus als Komponist des Tages erscheint.
Erlauben Sie einen Vergleich: Selbst ein Koch weiß nicht, wie sein Gericht dem einzelnen Genießer schmeckt - vielleicht hat der eine gerade Zucker und der andere Salz geleckt. Man weiß also nie, wem etwas vor die Füsse rollt, wenn man einer runden Sache einen Schubs gegeben hat. Die Kompositionen von Klaus Miehling finde ich jedenfalls nicht schlecht, auch wenn sie vielleicht nicht gerade einen neuen BACH ankündigen.
In diesem Sinn beste
herzliche Grüße
Hans G. Langrieger