Bindebögen ausrichten - ein Geduldspiel !

Romanus 28.07.2011 16:09:36
Wer immer bei kleinen Notenwerten viele Bindebögen hintereinander zu setzen hat (z.b. Pachelbel: Gigue in D),wird bemerken,daß sie meist verwackelt,schief und unregelmäßig geformt sind und oft wirklich unzumutbar aussehen !

Man muß sie meist händisch nachjustieren,was bei kleinen Bögen gar nicht so leicht ist,weil die Justierungspunkte so eng beeinanderliegen,daß man,(wenn man nicht gerade gelernter Mikrochirurg ist !) leicht den falschen Justierungspunkt erwischt,was dann zu nahezu irreparablen Deformierungen führt. Dann kann man den Bindebogen nur mehr löschen und neu setzen und das Geduldspiel beginnt von vorne !
Das Setzen und Nachjustieren der Bindebögen ist oft zeitaufwendiger als der ganze übrige Notensatz !!!

Ich kapiere das einfach nicht:
Z.b. bei den Haltebögen gibt es doch eine Art Automatik,die auch gut funktioniert,ich mußte noch nie einen Haltebogen nachjustieren,(was außerdem bei Capella gar nicht möglich ist).
Warum geht das nicht auch bei den Bindebögen ???

erli68 06.09.2011 13:43:57
Ja, es stimmt, das ist eine wahre Sysiphus-Arbeit. Ich helfe mir mit der vergrößerten darstellung (Aufklappfenster in der Menüleiste), dort kann ich neben den Vorgaben auch eigene Vergrößerungen eintragen und mit "Enter" wird's auch so angezeigt. (Ich benutze Version 6 - Capella Prof. 2008) Jetzt habe ich mehr Platz zum anfassen und verschieben der richtigen Justierungspunkte.
gerhard 06.09.2011 13:56:10
also eigentlich gibt es ja einen Menupunkt "An Noten anpassen", wenn man auf den Bindebogen mit der rechten Maustaste klickt. Das funktioniert in den allermeisten Fällen ganz gut. Wichtig ist nur, dass die Anker auch wirklich richtig bei den außen liegenden Noten gesetzt ist. Leider gibt es jedoch keinen Menupunkt: "Alle Bindebögen ausrichten". Das wäre dann noch besser.
Romanus 23.09.2011 16:54:24
Die Funktion "An Noten anpassen" liefert leider meist keine optisch wirklich befriedigenden Ergebnisse und hat noch einen anderen Nachteil:
Wenn man einen Bindebogen gespiegelt hat und ihn anpassen will,wird er wieder zurückgespiegelt,d.h.,wenn man einen Bindebogen andersrum haben will,kommt man um das händische Ausrichten nicht herum.
Ich sehe hier für die Capella-Macher noch viel Verbesserungspotential !
endot 20.01.2014 09:16:19
Eine Lösung für dieses Problem steckt in Capella drinnen: Man kann alles markieren und dann um null Halbtonschritte "transponieren". Dann passen die Bindebögen.

In einer früheren Version von Capella gab es unter "Transponieren" sogar eine Funktion namens "Anpassen".

Will man einzelne doch noch nachjustieren, so bleibt dann wirklich nur die Futzelarbeit mit der Maus. Es geht aber leichter, wenn man vorübergehend eine stark vergrößerte Ansicht einstellt.

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