Miguel de Fuenllana war ein professioneller Vihualist. Der von Geburt an blinde Fuenllana veröffentlichte 1554 in Sevilla seine in sechs Bücher (Libros) unterteilte Sammlung von Vihuelamusik, „Orphénica Lyra“. Diese Sammlung enthält insgesamt 182 Stücke, darunter acht für fünfchörige Vihuela und neun für die Gitarre.
Ein Jahr später erwähnt Bermudo ihn in seiner „Declaracion de Instrumentos musicales“ (Osuna 1555) als einen der größten Vihuelaspieler seiner Zeit. Auch fügt er hinzu das er im Dienste der Marquise von Tarifa sei. In den fünfziger Jahren wechselte er vermutlich an den königlichen Hof um zunächst Philipp, dem er sein Werk widmete und dessen Druckerlaubnis er besaß, und später dessen dritter Frau Isabel von Valois zu dienen.
Hier wird in einem Dokument von März 1567 erwähnt das Fuenllana noch die Summe von 116.334 mrs gezahlt wurde.und wenig später noch einmal 173.00 mrs. Hier handelt es sich offenbar um Restzahlungen . Da Fuenllana an mindestens einer Stelle als „músico de vihuela“ genannt wird stand ihm in den sechziger Jahren ein Grundgehalt von 50.000 mrs zu, welches ihm aber sehr unregelmäßig ausgezahlt wurde. Nach dem Tode von Isabel de Valois scheint er weiterhin am Hofe beschäftigt zu sein auch wenn er in den siebziger Jahren zeitweilig dem portugiesischen König Sebastian diente. Im August 1591 muß Fuenllana bereits gestorben sein. Zu diesem Zeitpunkt wird in einem Dokument den Erben von der Krone die Summe von 44.806mrs. zugesprochen, die Fuenllana noch rechtmäßig als Gehalt hätte erhalten müssen.