Polnisch-amerikanischer Pianist und Komponist. Ursprünglich talentiert und ausgebildet als Violinist zog es ihn aber zum Klavier, an dem er sich ohne nennenswerten Unterricht selbst ausbildete. Bereits im Alter von 20 Jahren war er Klavierlehrer am New York College of Music und nahm kurz darauf die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an. Später arbeitete er an den Konservatorien in Philadelphia und Chicago, sowie an den Akademien in Berlin und Wien. Sein bekanntester Schüler wurde Heinrich Neuhaus. 1930 setzte ein Gehirnschlag seiner Karriere ein Ende.
Godowsky zählte zu den herausragenden Klaviervirtuosen seiner Zeit. Nicht selten wird er sogar als „der Pianist der Pianisten“ bezeichnet.[2] Er galt aber sowohl im Konzert als auch in seinen Aufnahmen als gehemmt, sein ganzes Können zu zeigen. Am liebsten spielte er vor Kollegen in privatem Rahmen.
Er komponierte fast nur für das Klavier. Von den hunderten Werken sind sehr viele Bearbeitungen und Transkriptionen.