Graf Pál Esterházy, geb. 1635 in Eisenstadt (Burgenland), gest. 1713 ebenda, erbte - nachdem sein Bruder Ladislaus im Türkenkrieg gefallen war - den Gesamtbesitz der Familie.
Er selbst war Jesuitenschüler und gab ca. 3000 heimatlos gewordenen jüdischen Menschen, die 1671 von Kaiser Leopold I. aus Wien vertriebenen worden waren, im Burgenland ein neues Zuhause. Wegen seiner Loyalität zu den Habsburgern und großer Verdienste bei der Rückeroberung Ungarns erhob ihn der Kaiser in den Fürstenstand, der später auch auf seinen ältesten Sohn überging.
Pál (Paul) Esterházy de Galantha, wie er sich vollständig nannte, spielte auch Cembalo und komponierte sogar. (Joseph Haydn stand nachmals bei der ungarischen Magnatenfamilie unter den ebenfalls musikbegeisterten Nachkommen Paul Anton und besonders Nikolaus I. als Hofmusiker fast 30 Jahre lang im Dienst.)