Karl Komzák (* 8. November 1850 in Prag; † 23. April 1905 in Baden bei Wien) war ein österreich-tschechischer Komponist.
Karl (eigentlich Karel) Komzák wurde am 8. November 1850 in Prag geboren. Schon früh erkannte sein Vater, Karl Komzák senior, das Talent seines Sohnes und unterrichtete ihn in Musiktheorie.
Von 1861 bis 1867 studierte Komzák am Konservatorium Prag bei Moritz Mildner und Anton Bennewitz Violine, war dann in der Kapelle seines Vaters tätig und wurde 1870 Zweiter Kapellmeister am Linzer Landestheater. Ende 1871[ übernahm er die Kapellmeisterstelle beim k.k. Landwehr-Infanterieregiment Nr. 7 Baron Maroicic in Innsbruck und leitete dort auch die Innsbrucker Liedertafel, deren Ehrenmitglied er wurde.
1877 verheiratete sich Komzák in Innsbruck mit Eugenie Reichardt (ab Juli 1888 nach Standeserhöhung ihres Vaters, des pensionierten Artillerie-Oberstleutnants Johann Reichardt, Reichardt Edle von Hardtland; † 14. Dezember 1923 in Baden bei Wien, Alter: 66 oder 67).
Ab 1883 war er Kapellmeister des 84. Infanterie-Regiments in Wien,jenes Klangkörpers, der unter Karl Komzáks Stabführung überregionale Anerkennung erfuhr und bei der Weltausstellung in Paris 1889 als „die beste aller Militärkapellen der Welt“ prämiiert wurde.
1890 verfasste Komzák im Auftrag des k.u.k. Kriegsministeriums eine neue Fassung der Volkshymne, später als Bundeshymne unterlegt mit dem Text von Ottokar Kernstock; 1898 errang er im Kompositionswettbewerb um den Kaiser-Franz-Josef-Jubiläumsmarsch (op. 260) unter 92 Einreichungen den ersten Preis.
Komzák war Ehrenmitglied verschiedener musikalischer Vereinigungen und besaß in- und ausländische Orden (u. a. von Serbien, der Türkei, Montenegro sowie Persien).
Das Publikum liebte Komzák stets, weil er eine sympathische Ausstrahlung besaß und eine freundliche Natur hatte. Im September 1892 siedelte Karl Komzák nach Baden über, wo er mit 26. April 1893 die (ein Jahr vakant gewesene) Leitung des Kurorchesters übernahm, zunächst auf Grundlage eines Zweijahresvertrags, der ihm einräumte, während des Winters „dem nach Mostar verlegtem Regiment“ zur Verfügung zu stehen (sonst beurlaubt); erst 1896 erfolgte der Abschied vom Militär.
In den ersten Jahren stellte er mit Hilfe seines Archivars und Hornisten Georg Müller ein eigenes Orchester zusammen, später kam der Wiener Konzertverein für die Sommersaison nach Baden, Komzák dirigierte dann auch die populären Konzerte im Wiener Großen Musikvereinssaal und unternahm Gastspielreisen. Aus dieser Zeit stammt sein bekanntestes Werk, der Walzer Bad’ner Mad’ln.