Violinist, Musikpädagoge, Komponist. D. studierte 1816–22 am Prager Konservatorium Violine. Ca. 1825/26 war er Violinist im Grazer Theaterorchester und Mitglied des Musikvereins für Steiermark, von April bis August 1826 (Elementar-Violinschule) und 1831–33 Violinlehrer an dessen Msch. 1826 erhielt D. die Erlaubnis, öffentlichen Musiktheorieunterricht zu erteilen; ab 1827 beinhalteten sie auch Unterweisungen im Orgelspiel, ab 1828 auch im Kirchengesang. Ab dem Schuljahr 1829/30 wurden sie bis 1833 im Rahmen des Musikvereins für Steiermark abgehalten, danach führte er sie noch bis 1840 weiter. Daneben wollte D., geprüfter Hauptschullehrer, auch als Lehrer Fuß fassen; zwischen 1830/40 bewarb er sich um sechs verschiedene Hauptschullehrerstellen (damit, oder mit seiner Verehelichung, könnte auch die Ausstellung eines Taufscheins am 17.10.1835 zusammenhängen); 1831–40 unterrichtete er jedenfalls als Lehrgehilfe an der Schule der Grazer Grabenpfarre. Bei der Geburt seines einzigen Kindes Eleonora wird D. als „öffentlicher Lehrer des Generalbasses, und Lehrgehülf an der Pfarrschule am Graben“ bezeichnet. 1840 wechselte D. nach Wien, wo er Kapellmeister des Vereins zur Beförderung echter Kirchenmusik bei St. Anna (Nachfolger: Ferd. Schubert) wurde und auch hier Musiktheorie und allgemeine Kirchenmusiklehre unterrichtete. Bereits 1837 hatte er im Auftrag der Wiener Schulaufsicht ein Gutachten über die Verbesserung der Kirchenmusik und Einrichtung und Leitung der Kirchenmusikschule bey St. Anna in Wien vorgelegt. Er starb während eines Kuraufenthaltes in Marienbad, wohin er über Karlsbad gereist war. Ein Tantum ergo von D. wurde noch 1882 in Wien aufgeführt, seine Werke sind auch in den Kirchenmusikarchiven von Baden bei Wien und Mödling nachweisbar. Die Kirchenliedersammlung von 1835 (Kirchengesangbuch) enthält auch zwei slowenische Lieder und die noch heute in der Diözese Graz-Seckau verbreitete Melodie zum Osterlied Der Heiland ist erstanden (eine Komposition D.s).