Auszug aus „Metzlers Großes Musiklexikon 4.0“
BERG, Alban, *9.2.1885 Wien, †24.12.1935 ebd.; östr. Komponist. Er stammte aus einer wohlhabenden Familie des Wiener Großbürgertums; sein Vater, der 1867 aus Nürnberg nach Wien gekommen war, betrieb eine Devotionalienhandlung. B., der sich aufgrund seiner Doppelbegabung lange Zeit nicht entschließen konnte, ob er sich der Musik oder der Literatur zuwenden sollte, begann ab 1900 zu komponieren, zunächst — seinem starken Interesse für Literatur folgend — ausschließlich Vokalmusik. Durch Vermittlung seines Bruders wurde er Schönberg vorgestellt, der ihn 1904—10 in Komposition unterwies. Unter Schönbergs Anleitung entstanden die ersten Instrumentalkompositionen, darunter auch — als sein »Gesellenstück« — die Klaviersonate op. 1, die im Sommer 1908 vollendet wurde, sowie weitere Lieder (eine Auswahl hat B. 1928 unter dem Titel Sieben frühe Lieder veröffentlicht und die Klavierbegleitung auch für Orchester gesetzt). ...