Heinrich Zöllner (* 4. Juli 1854 in Leipzig; † 4. Mai 1941 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Komponist, Dirigent und Librettist.
Heinrich Zöllner war der Sohn von Carl Friedrich Zöllner und wie dieser eine führende Persönlichkeit des Männerchorwesens seiner Zeit.
Nach zwei Semestern Jura an der Universität Leipzig wechselte er das Fach und studierte Musik am Konservatorium Leipzig. Dort war er Schüler von Carl Reinecke, Salomon Jadassohn, Ernst Ferdinand Wenzel und Ernst Friedrich Richter. Während seines Studiums wurde er Mitglied der Leipziger Universitätssängerschaft zu St. Pauli (heute Leipziger Universitäts-Sängerschaft zu St. Pauli in Mainz (Deutsche Sängerschaft)).[1] Seine erste Stelle war 1878 die des Universitätsmusikdirektors an der russischen Universität Dorpat. 1885 wurde er als Lehrer an das Konservatorium Köln und Dirigent des dortigen Männergesangvereines berufen. 1897 ging er als Dirigent des Deutschen Liederkranz nach New York. 1898 wurde er zum königlichen Universitätsmusikdirektor in Leipzig und Dirigent des Universitäts-Sängervereins berufen, seit 1903 war er auch Musikredakteur am Leipziger Tageblatt.
Von 1907 bis 1912 wirkte er als Erster Kapellmeister an der neu gegründeten Flämischen Oper Antwerpen. 1914 siedelte er nach Freiburg über, wo er zwar von 1922 bis 1932 als Opernberichterstatter für die Freiburger Zeitung tätig war, ansonsten aber völlig zurückgezogen lebte. Sein Werk ist heute weitgehend in Vergessenheit geraten.
1909 spielte er eines seiner damals bekanntesten Stücke, Rautendeleins Leid, die Einleitung zum 5. Akt der Oper Die versunkene Glocke, für Welte-Mignon ein.
Quelle: Wikipedia