Deutscher Komponist, Dirigent und Professor.
Er wurde in Münster geboren und genoß früh eine musikalische Ausbildung. Nach einer ersten Anstellung als Musikschullehrer in München wechselte er im Jahre 1858 als Städtischer Musikdirektor zum Theater nach Aachen und leitete dort bis 1865 das Sinfonieorchester. Danach ging er zurück nach München, um die Leitung der Königlichen Vokalkapelle zu übernehmen. Auf Anordnung von Ludwig II. und gegen den Willen von Richard Wagner dirigierte Wüllner 1869/70 die Uraufführungen der Werke "Das Rheingold" und "Die Walküre" am Nationaltheater München und wurde daraufhin zum Ersten Hofkapellmeister ernannt. Von 1874 bis 1892 war Wüllner, gemeinsam mit Josef Gabriel Rheinberger, Inspektor der Königlich bayerischen Musikschule, wo er Chor- und Orchesterklassen einrichtete. Seine „Chorübungen der Münchener Musikschule“ wirkten bis weit in das 20. Jahrhundert hinein.
Als Komponist schuf Franz Wüllner Klavier- und Kammermusik sowie viele Vokalwerke. Er gilt als Vertreter der deutschen Hochromantik und als Förderer vieler junger Komponisten, stellvertretend sei hier Richard Strauss genannt. Strauss widmete Wüllner 1884 eine Vertonung des Goethe-Gedichts Wandrers Sturmlied für Chor und Orchester.
(nach Wikipedia)