Jacob Paix, (* 1556 in Augsburg; † ca. 1623 vermutlich in Hilpoltstein) war ein deutscher Organist, Orgelbauer, Kapellmeister, Komponist und Musikherausgeber. Bekannt wurde er als Sammler eigener und insbesondere fremder Musikstücke. Sein Vater war in St. Anna (Ausgsburg) als Organist angestellt. Von ihm erhielt der Sohn seine musikalische Ausbildung. 1576 wurde Jacob Paix zum Organisten der Pfarrkirche in Lauingen an der Donau berufen. Hier entfaltete er eine reiche Tätigkeit als Komponist, Herausgeber und Orgelbauer. 1601 erhielt er eine besser bezahlte Stelle als evangelischer Hoforganist in Neuburg an der Donau, der Residenz des Herzogtums Pfalz-Neuburg. Hier war er auch für die Figuralmusik zuständig, leitete die pfalzgräfliche Instrumentalkapelle und verrichtete zudem Kanzleidienste. Nachdem Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm 1613 u. a. aus politischen Gründen zum katholischen Glauben übergetreten war, soll Paix, der standhaft am Luthertum festhielt, in das evangelisch orientierte Hilpoltstein gezogen und daselbst 1623 gestorben sein. Dokumentarisch ist dies jedoch nicht mit letzter Sicherheit belegt.
Jacob Paix ist weniger als Komponist von Bedeutung (zu seinen Schöpfungen gehörte sowohl Vokal- als auch Instrumentalmusik), vielmehr als Sammler von meist fremden Musikstücken des 15. und 16. Jahrhunderts, die er vornehmlich in zwei Tabulaturbüchern veröffentlichte.