Thomas Christoph Walliser (* 17. April 1568, † 27. April 1648), jeweils in Straßburg, war ein Elsässer Komponist der Renaissance. Er studierte die „Wissenschaften und freien Künste“ an verschiedenen Orten Deutschlands, Böhmens, Ungarns, Italien und der Schweiz. 1599 kehrte er in seine Vaterstadt zurück und wurde an der achten Klasse des evangelischen Gymnasiums und der Akademie (die 1621 zur Universität erhoben wurde) zum Praeceptor classicus und Musicus ordinarius ernannt. An der Thomaskirche und am Münster hatte er die Kirchenmusik zu leiten. 1634 wurde er als Lehrer am Gymnasium pensioniert.
Bekannt sind seine Motetten und geistlichen Lieder für vier bis sieben Stimmen. Auch trat er hervor als Verfasser zahlreicher Psalmen und Kirchenlieder.