Luigi Gordigiani, * 21. Juni 1806 in Modena, † 1. Mai 1860 in Florenz, erhielt Gsg.-Unterricht von seinem Vater und stud. u. a. Harmonielehre bei P. Romani und Kompos. bei Disma Ugolini in Florenz sowie Klavier bei Nicola Benvenuti in Pisa. 1820 trat er zum ersten Mal als Konzertpianist auf und stand 1824-1828 im Dienst des russ. Grafen Nicola Demidow als Klavier-Begleiter der flor. Compagnia di Vaudevilles. Seit 1828 widmete er sich ganz der Komposition.
Luigi Gordigiani verdankt seine Berühmtheit vor allem den Canti popolari toscani; sie sind einfach und natürlich, dabei trotz des volkstümlichen Tones doch elegant gesetzt, und dienten berühmten Komp. von Romanzen des ausgehenden 19. Jh. wie Fr. P. Tosti und vor allem Ch. Gounod in La Biondina als Vorbild
[Die Musik in Geschichte und Gegenwart: Gordigiani (Familie). Musik in Geschichte und Gegenwart, S. 29046 (vgl. MGG Bd. 16, S. 512) (c) Bärenreiter-Verlag 1986]