Gregorio Turini (* um 1560, † um 1600 in Prag), gebürtig aus Brescia in Italien, war ein Sänger, Instrumentalist und Komponist. Nach seinem Dienst an mehreren italienischen Höfen trat er in den Dienst des Kaisers Rudolf II von Böhmen und Österreich, der ihn am Hof in Prag einsetzte. Nach seinem frühen Tod übernahm der damals zwölfjähriger Sohn Francesco (* um 1589 in Prag; † 1656 in Brescia) mit kaiserlicher Unterstützung die väterliche Aufgabe als Hoforganist.
Von Turini sind drei Druckwerke bekannt, die er selbst herausgab: 1) „Cantiones admodum devotae, cum aliquot Psalmis ... ad 4 aequales voces“ (Venetia 1589); 2.) „Neue liebliche teutsche Lieder mit 4 Stimmen nach Art der welschen Villanellen“ (Nürnberg 1590); 3.); „Il primo libro de Canzonette a 4 voci“ (Noribergae 1597). Die Werke Turinis bestechen durch klare Stimmführung, die einen durchweg feierlichen Eindruck hervorruft.