KURZBIOGRAFIE
Ulrike Haage, in Kassel geboren und im Ruhrgebiet aufgewachsen ist Komponistin, Pianistin, Klangkünstlerin und Hörspielautorin. Sie studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Hamburg, (u.a. Komposition bei Ulrich Leyendecker) und unterrichtete dort einige Jahre das Fach Orchesterleitung und Improvisation. Einem großen Publikum wurde sie ab 1989 bekannt, als sie als Keyboarderin zu den „Rainbirds“ stieß. Theatermusik, Hörspiele, Kooperationen mit Musikern wie FM Einheit und der Schauspielerin Meret Becker und die Gründung des Verlages Sans Soleil gehören zu ihrem Werk ebenso wie ihre Arbeit als Produzentin, Skriptautorin und Solopianistin. 2003 bekam sie als erste Frau den Deutschen Jazzpreis verliehen. Zwei Jahre später schickte das Goethe Institut sie nach dem Erscheinen ihres Solo-Albums „Sélavy“ auf eine ausgedehnte Russland-Tournee, in deren Rahmen sie Workshops für Musikstudenten gab. Ulrike Haage arbeitet an der unbeschreibbaren Schnittstelle von Jazz, Avantgarde, klassischer Musik und Literatur. Unlängst erschienen ihr drittes Solo-Album „in:finitum“ und die Filmmusiken „Zwiebelfische“ (DVD), ausgezeichnet mit dem Sonderpreis Musik bei den Norddeutschen Filmtagen, „Goldrausch“ (CD) und „Meret Oppenheim – eine Surrealistin auf eigenen Wegen“ (DVD), ausgezeichnet mit dem Dokumentarfilm Musikpreis. 2014 gewinnt die Klavierkomposition „Harugasumi“ den Publikumspreis des Pianofestivals „Die andere Moderne – reloaded“. Das Chorwerk „The Moon Tapes“, geschrieben für das SWR Vokalensemble feiert Premiere im Südwestrundfunk und im Klangdom in Karlsruhe (Hörspieltage 2014).