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Franz Gustav Oscar (* 18. Juni 1827 auf Schloss Haga, Gemeinde Solna, Schweden; † 24. September 1852 in Kristiania (Oslo), Norwegen) war ein schwedischer Prinz, Herzog von Uppland und Komponist. Er war der zweite Sohn von König Oskar I. mit Joséphine de Beauharnais.
Wie seine Brüder Karl und Oskar, die später beide Könige wurden, erhielt Gustav eine gute Ausbildung, zunächst bei Privatlehrern, später an der Universität Uppsala. 1846 wurde er Ehrenmitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften. Seit 1850 gehörte ihm Schloss Stjärnsund, das er renovieren ließ.
Prinz Gustav erhielt den Ehrennamen „Sängerprinz“, da er bisher von allen Mitgliedern des Hau-ses Bernadotte die größte musikalische Begabung zeigte. Er studierte bei Adolf Fredrik Lindblad und wurde ein ausgezeichneter Pianist und Sänger. Von seinen Kompositionen, die er unter dem Pseudonym G**** veröffent-lichte, sind etwa 50 erhalten, darunter Märsche und Kunstlieder. Zwei von diesen Wer-ken, Studentsången („Studentenlied“) und Vårsången („Frühlingslied“), sind heute oft im Programm schwedi-scher Männerchöre zu finden. Die Texte zu beiden Liedern verfasste der Lyriker Herman Sätherberg. Vor allem als Student in Uppsala soll Franz Gustav zusammen mit seinen Brüdern oder mit eingeladenen Studenten viel gesungen haben.