Karl Eugen Petzold (* 7. November 1813 in Ronneburg (Thüringen); † 28. Januar 1889 in Basel, Bürger von Zofingen) war ein deutsch-schweizerischer Gesangslehrer, Organist, Pianist und Komponist. Schon als Kind vom Vater in Form von musikalischen Unterricht durch den Ortskantor gefördert, lernte Petzold ab 1828 auf der Thomasschule zu Leipzig bei Christian Theodor Weinlig. Unter der Führung von Felix Mendelssohn Bartholdy und Ferdinand David bildete er sich zum vielseitigen Musiker aus. Er leitete an der dortigen Universität den von ihm gegründeten Philharmonischen Vereins für Gesang und Instrumentalmusik. Im Winter 1838/1839 war er als Kapellmeister am Stadttheater Bautzen tätig. Durch Robert Schuhmanns Empfehlung trat Petzold 1840 die Stelle als Gesangs- und Musiklehrer an der von Johann Karl Christian Lippe gegründeten privaten Erziehungsanstalt auf Schloss Lenzburg (Schweiz) an. Ab 1842 wirkte Petzold als Musikdirektor, Gesangslehrer und Organist an der Stadtschule Murten (ebenda). Im schweizerischen Zofingen (dort erhielt er auch 1851 das Bürgerrecht) wirkte er ab 1844 als Organist und gab regelmäßig große Winterkonzerte. Ab 1887 zog er sich komplett zurück.
Viele von Petzold komponierten Klavier- und Orchesterwerke wurden verlegt, sind aber heute vergessen.