Siloti wurde in 1863 Kharkiv, Ukraine geboren. Er studierte von 1871-1875 Klavier bei Nikolay Rubinstein in Moskau und Harmonie bei P. Tschaikowski. Von 1883- 1887 war er Schüler von F. Liszt in Weimar. Siloti hatte selbst zahlreiche berühmte Schüler, u.a. S. Rachmaninoff. Als Dirigent und Solist unternahm Siloti zahlreiche Konzertreisen ins Ausland und dirigierte und spielte viele Uraufführungen der Werke von Komponisten seiner Zeit. 1918 verließ Siloti die junge Sowjetunion und ging zunächst nach London und später nach New York, wo er 1945 starb. Siloti schrieb zahlreiche Originalwerke und über 200 Bearbeitungen von Werken früherer Komponisten.Besonders berühmt wurde die vorliegende Transkription eines Preludiums von J.S. Bach in e-moll, wobei er die Tonart nach h-moll veränderte und die sechzehntel Begleitung von der linken Hand in die rechte und die Akkorde als Arpeggien von der rechten in die linke Hand verlegte. Bei der Aufführung wird das Stück meistens zweimal gespielt, wobei man zuerst die sechzehntel Bewegung betont und in der Wiederholung die gebrochenen Akkorde hervorhebt.