Seit 1770 war Grotz als Organist und Hoftavernenwirt der Benediktinerabtei in Vornbach (Niederbayern) tätig. Wie und wo seine Ausbildung stattfand, ist nicht bekannt. Als Neubestallter wurde ihm nahegelegt, die Witwe seines Vorgängers aus Versorgungsgründen von Frau und Kindern zu ehelichen. Bis zur Auflösung des Klosters 1803 versah er gewissenhaft sein dortiges Amt, komponierte zahlreiche Orgel- und Kirchenstücke und erwarb sich damit im weiten Umkreis ein hohes musikalisches Ansehen. Da er keinerlei handwerkliche Tätigkeit ausgeübt hatte, galt er bei Aufhebung des Klosters der eingesetzten Behörde als professionslos. Nur durch amtliche Belegung seiner Anstellungsurkunde wurde ihm mit der Begründung, dass er wohl keine lange Lebenszeit mehr zu erwarten habe, eine Rente zugesprochen, an der er sich jedoch noch volle 14 Jahre erfreuen konnte, während einer seiner Söhne weiterhin die Hoftaverne versah.