Henri-Gustave Casadesus war ein französischer Musiker und Komponist. Er stammte aus der Musikerfamilie Casadesus und war der Onkel des Pianisten Robert Casadesus.
Bekannte Werke: Bratschenkonzert in D-Dur nach Carl Philipp Emanuel Bach. Henri ist hingegen der Autor eines Bratschenkonzerts in D-Dur, das Carl Philipp Emanuel Bach zugeschrieben wurde. Dieses Konzert erschien 1911 in einer russischen Ausgabe, angeblich „übertragen... für kleines Orchester durch Maximilian Steinberg“, und wurde in der Folge durch Dirigenten wie Darius Milhaud und Sergei Kussewitzki aufgeführt und durch Eugene Ormandy aufgenommen.
Konzerte im Stile von Händel, Boccherini und Johann Christian Bach: Henri Casadesus gilt zudem als Autor einer konzertanten Sinfonie für Viola d'Amore, Kontrabass und Orchester, sowie von zwei Bratschenkonzerten im Stile von Georg Friedrich Händel (in h-Moll), Johann Christian Bach (in c-Moll) und von einem Violinkonzert im Stile von Luigi Boccherini (in D-Dur)[4]. Er komponierte mehrere Operetten (Le Rosier, Sans tambour, ni trompette, La petite-fille de madame Angot, Cotillon III) und Filmmusiken (Le gardian, Les mystères de Paris, Paris-New York). Zudem verfasste er eine Methode zum Erlernen der Viola d’amore und 24 Etüden (1931) für dieses Instrument.